St. Athanasius - Fresko in der Kirche Theotokos Peribleptos, Ohrid, Mazedonien, 13. Jahrhundert

Liebe Leser!

Was ist unser Anliegen? Wir wollen dem Wort und dem Auftrag Christi treu bleiben. Wir wollen einfach katholisch bleiben, so wie unsere Vorfahren, so wie es die Kirche immer verstanden hat. Einer Zeit, die alles in Frage stellt, ist die unveränderliche Wahrheit Christi entgegenzustellen. Dazu möchten wir mit Ihrer Hilfe einen kleinen Beitrag leisten.

Dr. F. Bentz     Franz Kronbeck     Inge M. Thürkauf

Lesen Sie hier die aktuelle Ausgabe unseres Boten

Der Brand der Kathedrale Notre-Dame – ein deutlicher Fingerzeig Gottes.

Dieses Gotteshaus wurde im 12. Jahrhundert aus der Kraft des katholischen Glaubens für die Feier des heiligen Messopfers erbaut. Gerade die Karwoche erinnert uns an das Leiden Christi, das auf den Altären unserer Heiligtümer sakramental gegenwärtig gesetzt wird. Glaube und katholischer Kult haben eine christliche Kultur hervorgebracht, deren schönstes Bild die französischen Kathedralen sind, insbesondere Notre-Dame. Heute ist dieser Glaube fast ganz verloren, vernichtet, dem Feuer der Kulturrevolution zum Opfer gefallen. Sekten, falsche Religionen, der Laizismus und Säkularismus sind an seine Stelle getreten. Seit genau 50 Jahren ist das heilige Messopfer in seiner altehrwürdigen, fruchtbringenden Form aufgegeben und durch eine protestantisierende Mahlfeier ersetzt. Unsere Kirchen, so auch Notre-Dame, sind allenfalls noch Kulturdenkmäler und Touristenattraktionen. Wir bewundern die Frucht des Baumes, aber wir haben seine Wurzeln aus dem Blick verloren. Sie sind abgeschnitten. Der Brand in Notre-Dame ist das Sinnbild für die Zerstörung der Christenheit in all dem, was sie dereinst hervorgebracht und was das christliche Abendland ausgemacht hat.

Zaitzkofen, den 17. April 2019,
P. Franz Schmidberger, Regens